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Resilienz stärken durch Optimismus

Burnout-Burnon
Herausgegeben von in Leben ·
Tags: ResilienzOptimismus

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit von Menschen seelische Krisen wie Trennung vom Partner, Burnout… zu überstehen. Sieben Eigenschaften bzw. Haltungen werden für diese Widerstandsfähigkeit verantwortlich gemacht. Über die erste Eigenschaft, die Akzeptanz, schrieb ich bereits. Nun möchte ich Ihnen die zweite Haltung vorstellen: Optimismus.

Wie beginnen Sie die Woche am Montagmorgen? „Oh mein Gott, noch fünf Tage bis zum nächsten Wochenende! Wie soll ich das bloß überstehen?" oder „Das war ein schönes Wochenende. Jetzt freue ich mich auf meine Kollegen und meine Kunden. Ich bin gespannt, was mir diese Woche alles bringt."
Es regnet draußen. Wie reagieren Sie? „Mistwetter!" oder „Die Blumen wird es freuen und ich werde wohl einen Regenschirm brauchen. Schön, dass bald wieder die Sonne scheinen wird."

Was unterscheidet nun Optimisten von Pessimisten? Es ist vor allem der Umgang mit Erfolgs- bzw. Misserfolgserlebnissen. Optimisten nehmen Fehlschläge eher zeitlich befristet und mit begrenztem Gültigkeitsbereich wahr, ihre Erfolge jedoch als dauerhaft und allgemeingültig. „Das war ein tolles Gespräch mit Kunde Müller. Ich rufe gleich noch weitere Kunden an, um sie vom neuen Produkt zu überzeugen. Und heute Abend beim Kegeln wird es genauso gut klappen und wir werden viel Spaß haben." Läuft es im Beruf gut, neigen optimistische Menschen dazu, die Ursache dafür in ihren eigenen Fähigkeiten zu suchen und dehnen die positive Stimmung auf andere Bereiche aus. Sie haben einen Fokus auf positive Ereignisse und nehmen somit eher die Rosinen im Kuchen wahr als den restlichen Teig. Optimistische Zeitgenossen sind in der Regel in hohem Maße selbstwirksam. Es ist das Resultat ihrer Bemühungen, dass sich die Situation so gut entwickelt hat. Sie blicken positiv in ihre Zukunft: „Wir finden eine Lösung".
Beim Pessimisten ist es genau umgekehrt: negative Erlebnisse werden als bereichsübergreifend und dauerhaft empfunden. Wenn etwas gut lief, wird dieser Zustand als nicht dauerhaft angesehen. Sie sehen sich häufig in einer Opferrolle: „Da kann man als Einzelner doch nicht dran ändern. Die Geschäftsleitung macht ja doch was sie will." Dementsprechend ist es für sie auch schwieriger eine Lösung selbst herbeizuführen. Wenn dann doch mal etwas positiv verlief, wird es häufig als „Zufall" bezeichnet und nicht als eigene, dauerhafte Fähigkeit.

Es ist durchaus von Vorteil optimistisch durch das Leben zu gehen. So leben Optimisten nach einer Studie der Miami University Ohio etwa 7,5 Jahre länger als pessimistisch eingestellte Menschen.
Optimistische Zeitgenossen leben gesünder, sind in schwierigen Situationen motivierter Auswege zu finden und empfinden weniger Stress.

Optimismus ist eine geistige Haltung. Und wie jede innere Haltung kann man auch diese erlernen und stärken. Das erfordert Training und Geduld und macht irre viel Spaß.

Was können Sie machen?

  • Suchen Sie Kontakt zu optimistischen Menschen - Optimismus ist ansteckend. Schauen Sie in Ihr Adressbuch und finden Sie die Menschen, die Ihnen gut tun und mit denen Sie lachen und glücklich sein können. Sie haben schon länger nicht mehr mit ihnen gesprochen? Rufen Sie sie an und verabreden Sie sich zum Tee.

  • Lassen Sie Ihren Tag abends Revue passieren. Was lief gut am heutigen Tag? Was hat Ihnen Freude gemacht? Welches private oder berufliche Projekt konnten Sie heute abschließen? Sammeln Sie ruhig auch kleine Erfolgsmomente des Tages: das Lächeln des Autofahrers an der Ampel, das freundliche Gespräch mit der Postbotin, die Mittagspause mit dem leckeren Cappuccino…

Sie werden sehen, dass jeden Tag Dutzende kleiner Wunder passieren. Wenn Sie mögen, können Sie diese Momente auch in einem Erfolgstagebuch festhalten.


Mit einem guten Coach können Sie weiter Ihre optimistische Haltung ausbauen und lernen, wie Sie die Rosinen in Ihrem Leben finden.




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